Roman Israel (* 1979 in Löbau) studierte Physik, Germanistik und Philosophie in Dresden. Später arbeitete er als Museumsaufsicht, am Einlass von Kneipen und Kulturzentren und im Bereich Bühnenaufbau. Seit 2010 lebt er als freier Schriftsteller in Leipzig. Zuletzt erschien in der Edition PaperONE sein Storyband „Reise nach Loitoktok“ (2011). Darüber hinaus zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, z.B. in: Es gibt eine andere Welt (Poetenladen) und Macondo. Außerdem ist er Mitglied der Dresdner Lesebühne SAX ROYAL und der Leipziger Lesebühne WEST. 2012 ist er Stipendiat der „Villa Decius“ und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Krakau/Polen.
Storybände
Reise nach Loitoktok (Illustr. Inga Israel). Edition PaperONE 2011.
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Lyrikbände
Rätsel von der Ankunft des Nachmittags (Ill. I. Israel). PaperONE 2011.
Felder hinter Wäldern hinter Städten (Illustr. I. Israel). Dresden 2010.
Fotoepigramme (mit Fotos von Christiane Michel). Dresden 2008.
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in Anthologien
Schlafende Hunde II. Polit. Lyrik. Hg. T. Bachmann. Verlag am Park 2012.
Ein Bild von einem Gedicht. Hg Julietta Fix. Fixpoetry Verlag 2011.
Es gibt eine andere Welt. Hg. A. Altmann u. A. Helbig. Poetenladen 2011.
Welt in der Hand. Hg. Kunsthaus Dresden. Spector Books 2010.
Sax Royal. Eine Lesebühne rechnet ab. Voland & Quist Verlag 2010.
Freiheit herrscht nicht. Hg. Treibhaus e.V. Döbeln. 2010.
Neubuch. Neue junge Lyrik. Hg. Ron Winkler. Yedermann Verlag 2008.
Dresden – Eine literarische Einladung. Wagenbach Verlag 2006.
Stadtgeschehen bei Mischwetter. Hg. Tobi Kunze. Schöneworth Verlag 2006.
best german underground lyriks 2005. Acheron Verlag 2005.
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in Zeitschriften und Zeitungen
Macondo – Die Lust am Lesen. Edition 24. 1/2011.
Signum (Blätter für Literatur und Kritik). Ausgaben 1/2008 u. 1/2011.
Randnummer – Literaturhefte. Ausgabe 1/2010.
Lauter Niemand (Die junge Literatur aus Berlin). Ausgabe 1/2008.
Junge Welt (Die Tageszeitung). Ausgabe vom 22.11.08.
Der Maulkorb (Zeitschrift für Literatur und Gesellschaft). Nr. 1, 9.
Türmen und Bleiben. Hg. Anschlaege.de. 2006.
Randlos (Zeitschrift für Literatur und Grafik). Ausgaben 8, 9.
hEFt für Literatur, Stadt und Alltag. Nr. 24.
Trieb (Das Magazin). Ausgaben 4, 5, 6, 7, 8.
Schöne neue Welt (Magazin für Literatur und Grafik). Ausgaben 2, 3.
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im Internet
Fixpoetry
Poetenladen
lyrikmail #2416 u. #2468
cynal
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low budget
Heftchen: Das Alien – Reporte mit drolliger Adjustage (Ill. Inga Israel)
JANDEZ 2010 (Lyrikkalender, Ill. Inga Israel)
Rotes Giräffchen (Postkarten und Drucke mit Gedichten, Ill. Inga Israel)
obwohl ich allein
wohnte, zurückgezogen
mit meinen Vögeln,
Papagei und Wellensittich,
schloss ich jeden Morgen
die Badtür beim Toilettengang ab
prüfte ich, wenn das Telefon
klingelte, ob nicht andere
Hände abnahmen
als meine
alles Schöne zieht vorbei
wir bleiben hier
verortet mit den Sternen
mit dem Wasser
mit dem Fluss
mit den Enten
viele Stunden
ich versuchte mich
satt zu kriegen / tat alles,
sah alles, aß alles,
obwohl ich nicht
hungrig war
und blieb, was ich immer
war: der Pilger, der Dumme,
der Doofe / der täglich sein
Tagebuch belog, der schrie,
in den Wind: verdammte
Scheiße, alles ist gut!
das Leben bestand
auch damals schon
aus Retrospektiven
je weiter man sich von
einem Punkt entfernte,
desto näher kam man ihm
die, die an die Mauern
schrieben: „Wir sind das
Volk“, das waren
nur wenige
die, die auf die
Straße gingen, das
waren nicht wir
ich war dort, wo
wir sonst auch Gemüse holten
und kaufte einen Korb
voll grüner Gurken voll
der Korb war schwer
und schnitt in meine Hand
und Blasen quollen daraus hervor,
dass es weh tat
da kam die Oma angerannt
und trug ihn mir bis vor die Tür,
den Korb voll grüner Gurken voll
und wollte Dank von mir
und wollte, dass ich sie
dafür umarme
ich aber sprach:
„Wenn dich deine Hand
verführt hat, Oma, so reiß
sie aus und wirf sie weg,
denn besser ists, wenn
deine Hand verfault, als wenn die
ganze Oma in die Hölle
fährt!“
so sprach ich,
schweigsam ging ich
meines Wegs,
hinunter bis nach
Jericho
im Park liegen
auf einer Decke
die Luft: noch ein
wenig feucht, viele Wolken
die Wege: noch ein
wenig nass, von einem
Regenguss
die Wiese: noch ein
wenig rot, von einem
Fahrradunfall
im Park liegen
auf einer Decke
wir machen
Urlaubspläne
an Spanien,
stellen wir fest,
hätten wir erst mal
kein Interesse,
jetzt
2005
- „Marekki“ (Novelle, unveröffentl.)
- „Park“ (Roman, Fragment)
- „Ich zog an der Brazil wie an einer Giftspritze“ (Lyrik + Gitarre m. Harry Haninger)
2006
- „Zschaschik Storys“ (Storyband, unveröffentl.)
2007
- „Lyrik + Klavier“ (Musik v. Matthias Krüger)
- „Nacht“ (Kurzfilm mit Daniel Böhm)
- „Das Plakat“ (Theaterstück)
2008
- „Fotoepigramme“ (Lyrikband, mit Fotos v. Christiane Michel)
- „Fotoepigramme“ (Ausstellung/Lesung, mit Fotos v. Christiane Michel)
- „Rotes Giräffchen“ (Postkartenserie, mit Illustrationen v. Inga Israel)
2009
- „Die entblößten Brüste“ (Lyrik vs. Gitarre, Musik: Andreas Dörrhöfer)
- „Zschaschik Storys“ (Roman, unveröffentl.)
- „Füchse und Dachse“ (Novelle, unveröffentl.)
- „Amok“ (Novelle, unveröffentl.)
- „JANDEZ 2010” (Lyrikkalender, mit Illustrationen von Inga Israel)
2010
- „Felder hinter Wäldern hinter Städten“ (Lyrikbd., Illustr.: Inga Israel)
- „Die Knochenmacher” (Radiolesung, Gitarrenbegleitung: Andreas Dörrhöfer)
- „SMS-Lyrik“ (i. R. der Ausstellung „Welt in der Hand“ Kunsthaus Dresden)
- „Die feiste Fresse des Krösus“ (Radiolsg., Musik: live at kalibou beach)
- „Feiste Fresse des Krösus“ (Theaterstück)
- „Rätsel v. der Ankunft d. Nachmittags“ (Lyrikbd., Illustr.: Inga Israel)
- „Rätsel von der Ankunft des Nachmittags“ (Lesung mit Musik von live
at kalibou beach u. Diaprojektionen)
2011
- „White Out“ (Story zu einem Bild von Udo Hagedorn)
- „Reise nach Loitoktok“ (Storyband, illustr. v. Inga Israel)
- „IM FOKUS CALB“ (Theaterstück)
- „DA“ (Story im Rahmen v. “Covering Covering Onetti” Verlag Lettrétage)
- „Afrika“ (Elektropop von live at kalibou beach feat. Roman Israel)
- „Kaiman & Drache“ (Roman)
2012
- Krimi-Hörspiel „Doppelkopf“ mit live at kalibou beach
- „Flugobst“ (Roman, i.A.)
- „Ostseebuch“ (AT) (Epigramme, Ill. I. Israel), ersch. vorr. Sommer 2012
- „Das Alien – Reporte mit drolliger Adjustage“ (Storys, Ill. I. Israel)
- 23 mal 23 (Plakate mit Gedichten, Illustrationen: Inga Israel)
- „Antennen-Wald-Gesichter“ (lit. Skizzen zu Bildern v. Jacques Capellmann + Ausstellung)
„[...] kurze Gedichte wie “Tochter beim Pokern verspielt” oder “Eichhörnchen” brachten das Publikum durch einen knackigen und pointierten Schreibstil zum Toben.“ (Der Tip – Die Studentenzeitung der Uni Bayreuth 08.12.11)
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„Expressiv trägt Roman Israel seine Texte vor [...]“ (Freie Presse 17.08.10)
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„Lyriker und Gott“ (Berliner Zeitung, 08.07.10)
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„Israels lakonische Lyrik spielt mit Ost-Legenden und Mauerfall-Romantik.“ (Berliner Zeitung, 25.03.2010)
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„[...] Israel, der mit seiner stakatoartigen Sprachrhythmik jedem Gedicht eine Schärfe verleiht, die beim Hören ordentlich zwiebelt.“ (Dresdner Neueste Nachrichten, 10.01.2009)
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„[...] fallen dessen mal groteske, mal subtile Gedichte ohne Metaphern erfrischend aus dem Rahmen.“ (Dresdner Kulturmagazin 01/2009)
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„[...] ausgesprochen energiegeladene Gedichte“ (Dresdner Stadtmagazin, September 2008)
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„Mit verzerrter und wandelbarer Stimme begeistert Israel nicht nur mit dem Text, sondern auch mit der Stimmführung und eingeworfenen Kommentaren [...]“ (Leipziger Volkszeitung, 26.08.08)
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„[...] schmettert seine düsteren Strophen ins Mikrofon.“ (Dresdner Neueste Nachrichten, 15.09.08)
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„Böse, böse [...]“ (Sächsische Zeitung, 28.06.05)