22/01/2012

03.03. Antennen-Wald-Gesichter – Neue Stadtberichte – Vernissage + Lesung

„Das Wichtigste ist das Beobachtete“, schrieb Joseph Roth im Vorwort seines Romans „Die Flucht ohne Ende“. Das nahmen sich der Berliner Maler Jacques Capellmann und der Leipziger Schriftsteller Roman Israel auf unterschiedliche Weise zu Herzen. Capellmanns Bilder fußen auf fotografischen Schnappschüssen, die auf Streifzügen durch urbane Lebensräume entstanden. Schonungslos und wertungsfrei wird Capellmann zum Chronist ihrer Bewohner und ihres Alltages. Roman Israel dokumentiert gern das Skurrile. Situationen und Charaktere, die so nicht alltäglich erscheinen, aber längst zum Alltag geworden sind, bilden die Grundlage für seine mitunter schwarzhumorigen Geschichten und Gedichte. In Kombination bietet das Duo kühl-sachliche, teilweise groteske Blickwinkel auf einen sich ständig wandelnden städtischen Kosmos. Einige von Israels Texten nehmen direkten Bezug auf Capellmanns Bilder und werden im Rahmen der Lesung erstmals vorgestellt.

Jacques Capellmann (* 1975 in Aachen). Studium der Malerei und Illustration am Institut Superieur des Beaux-Arts Saint-Luc in Lüttich/Belgien. Bühnenmaler und Plastiker an diversen Bühnen Deutschlands. Seit 2005 lebt und arbeitet er in Berlin.

Was: Vernissage & Lesung / Jacques Capellmann & Roman Israel
Wann: 03.03.12 / 20 Uhr (Ausstellung vom 03. bis 11.03.12)
Wo: HB 55 Kunstfabrik – Herzbergstraße 55 / 10356 Berlin

http://www.hb55.de/
http://jacquescapellmann.blogspot.com/

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