18/10/2020

Publikumspreis für „Fifty–fifty“

Große Freude. Am 17. Oktober feierte Michael Sommermeyers Super-8-Film „Fifty-Fifty“ bei den 21. Dresdner Schmalfilmtagen Premiere und erhielt den Publikumspreis. „Fifty-fifty“ basiert auf einer Kurzgeschichte von Roman Israel. Es geht um den in Westberlin geborenen Mazedonier Milan, der seit dem Studium wieder in Deutschland lebt. Vor einigen Jahren hat er für sich und seine Familie ein baufälliges Haus auf dem Land gekauft. Die Ausbauarbeiten ziehen sich allerdings in die Länge, denn Milan hat sich in den Kopf gesetzt, alles in Eigenregie wieder her-zurichten. Gerade fehlt es an einer Heizung und Milan entscheidet sich aus Kostengründen für eine Ofenheizung. Das Angebot des örtlichen Ofenbauers lehnt er als Wucher ab. Ihm kommt die Idee, gen Süden zu fahren, wo ihn paradiesische Zustände in Sachen Ofenpreise erwarten dürften. Er überredet seinen besten Kumpel, mit ihm zusammen nach Belgrad zu tuckern, um den bereits reservierten Ofen abzuholen. Milan verspricht, Kost und Logis während der Fahrt zu übernehmen – ein gewaltiger Irrtum, wie sich schon bald herausstellt. Denn sie übernachten im Auto und Milan verköstigt seinen Reisebegleiter mit Schokoriegeln und Feldfrüchten vom Straßenrand. Und dann ist auch noch der Ofenhändler unauffindbar. Eine Odyssee durch Belgrad beginnt. „Fifty-fifty“ wurde von der Kulturstiftung Sachsen und dem Amt für Denkmalschutz Dresden gefördert. Hier geht’s zum Trailer.

http://www.schmalfilmtage.de/

18/06/2020

Komm! Ins Offene – Sächsische Autor*innen und Übersetzer*innen lesen und schreiben während der Corona-Krise

Autor*innen leben in Deutschland nicht nur von Buchverkäufen, sondern auch von Lesungen und Literaturveranstaltungen. Als Folge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus mussten seit Anfang März nahezu sämtliche Veranstaltungen abgesagt werden. Das trifft viele Autor*innen, aber auch Übersetzer*innen und Literaturmittler*innen außerordentlich hart. Der Sächsische Literaturrat e.V. möchte mit dem Projekt „Komm! Ins Offene“ in diesem Jahr, in dem wir auch des 250. Geburtstages Friedrich Hölderlins gedenken, einen kleinen Ausgleich schaffen. Unter dem einem Hölderlin-Gedicht entlehnten Titel „Komm! Ins Offene“ möchten wird für Autor*innen und Übersetzer*innen, die in Sachsen geboren sind und/oder hier leben, ein virtuelles Podium angeboten. Vom 15. Mai bis zum 31. Juli werden von Jayne Ann Igel, Katharina Bendixen und Roman Israel kuratierte Lesungen aller Genres als Video oder Livestream auf einem eigens dafür eingerichteten YouTube-Kanal zu sehen sein. Gleichzeitig erscheinen kurze, bisher unveröffentlichte Texte, die den Einfluss der gegenwärtigen Situation auf die schriftstellerische Arbeit reflektieren oder Perspektiven für die Zukunft der literarischen Landschaft entwickeln, als Blog. Weitere Infos unter: https://www.saechsischer-literaturrat.de/komm-ins-offene.html

Hier geht’s zum Blog
und hier zum Kanal von „Komm! Ins Offene“.

21/04/2020

Neu: Imhier & Dort und Nirgendssonst – Neue Nomadentexte

Roman Israel lebte drei Jahre lang aus dem Koffer und zog mit Eisenbahn und Flixbus von Ort zu Ort. Aus den großen Städten in die Provinz, aus der Provinz in die großen Städte. Von Leipzig nach Berlin, nach Prag, zurück nach Berlin, in die Lausitz, das Muldental, dann wieder Leipzig, über Berlin nach Brünn, nach Breslau, ins Riesengebirge und anderswohin. Das Unterwegs war sein Zuhause. Dort und über dieses Dort entstanden Gedichte, Geschichten, lyrische Skizzen und Destillate voll Nah- und Fernweh. Einige davon sind in diesem Buch versammelt und wurden von der Berliner Illustratorin Inga Israel bebildert. Das Buch ist in gedruckter Form und als E-Book erhältlich. Hier kann die Online-Buchpremiere, die am 8. Mai stattfand, noch einmal in voller Länge angesehen werden.

Texte von Roman Israel & Illustrationen von Inga Israel
104 Seiten
Printausgabe und E-Book
Berlin 2020

Hier erhältlich:
Print
https://ingaisrael.de/shop/buch-imhier-und-dort

E-Book
https://ingaisrael.de/shop/ebook-imhier-und-dort

26/03/2020

Corona-Livestream

Liebe Freunde des gesprochenen Wortes, aufgrund der aktuellen Viruslage sind alle in nächster Zeit geplanten Termine Makulatur. Wer mich dennoch sehen möchte, findet auf meinem Youtube-Kanal eine Vielzahl an Videos mit Texten von mir. Außerdem sende ich in regelmäßigen Abständen einen Livestream.

Link zum Kanal

7/02/2020

Fotolyrik aus Georgien – muraenentraenen on tour

Ab sofort sind alle Teile von „Muraenentraenen on tour – somewhere in georgia“ auf meinem YouTube-Kanal zu-gänglich. Dabei handelt es sich um ein Foto-Lyrik-Projekt, das in Zusammen-arbeit mit der Dresdner Fotografin Christiane Michel entstanden ist. Es versteht sich als Fortführung eines früheren Fototext-Projektes von uns, das in mehreren Lesungen mit Gedichten, Prosastudien und fotografischen Projektionen vorgestellt wurde. Daraus entstand 2008 das Buch „Fotoepigramme“. Wie damals werden auch in „Muraenentraenen on tour“ Gedichte von mir in Bezug gesetzt zu Fotografien von Christiane Michel – diesmal zu welchen, die alle in Georgien entstanden sind. Obwohl jedes Gedicht thematisch nach Georgien verortet werden kann, steht es zugleich auch für sich selbst und nähert sich sprachspielerisch dem Bildthema, und interpretiert es zuweilen um. Insgesamt elf solcher Foto-Lyrik-Zuordnungen wurden in die Playlist hochladen – als kleine repräsentative Auswahl der entstandenden Sammlung. Alle Texte wurden am 19.12.2019 in der Bonusrunde der Lesebühne Sax Royal live von mir eingesprochen. Hier geht’s zur Playlist.

23/01/2020

Neues Buch: Reformbühne Heim & Welt: Kann sofort verfilmt werden

Bereits seit einem Vierteljahrhundert liefert die Reformbühne Heim & Welt jeden Sonntag neue Texte, wöchentlich frisch gepresste und naturbelassene Literatur, Satire, Essays, Agitation und Propaganda.

Das Beste davon ist nun in diesem Buch versammelt: Verhandlungen mit Gott über einen Ausflug in den Tierpark, Erklärungen für Psychiatriepatienten, warum ihr Therapeut montags immer so schlimm nach Kneipe stinkt, Liebeserklärungen an Käferforscherinnen, atemberaubende Abenteuergeschichten über Berliner Altbaukeller und Paarurlaube auf Rügen, Gedichte über Modewörter und Gespräche über die Einsatz­möglichkeiten eines Laminators im Alltag. Haufenweise schöne Texte aus allen Genres, die eines gemeinsam haben: Sie könnten alle sofort verfilmt werden!

Die Reformbühne Heim & Welt ist eine der ersten und stilprägenden Lesebühnen Berlins. Seit Januar 1995 tritt sie unter ihrem immerwährenden Motto »Am besten was Neues« jeden, aber auch wirklich jeden verdammten Sonntag an, um ihre Texte und Lieder mit dem Publikum zu teilen.

Im Lauf der letzten 25 Jahre hatte die Reformbühne schon zahlreiche illustre Mitglieder: Bov Bjerg, Wladimir Kaminer, Manfred Maurenbrecher, Daniela Böhle, Uli Hannemann, Sarah Schmidt, Hans Duschke und Michael Stein haben hier viele Jahre lang ihre neusten Texte und Lieder ausprobiert. Zum 10-jährigen Bestehen erschien bei Goldmann die Anthologie »Volle Pulle Leben« sowie eine Doppel-CD (Reptiphon), zum 15-jährigen Jubiläum die Sammlung »Am besten was Neues« bei Voland & Quist.

Das aktuelle Ensemble der Reformbühne bilden Ahne, Jakob Hein, Falko Hennig, Roman Israel, Heiko Werning und Jürgen Witte. Spielort ist jeden Sonntag der Rote Salon der Berliner Volksbühne oder die Schankwirtschaft Baiz in Berlin-Prenzlauer Berg.

Taschenbuch: 228 Seiten
ISBN-13: 978-3947106417
Bestellen: Satyr Verlag
reformbuehne.de

18/11/2019

Vorstand im Sächsichen Literaturrat

Am 12.11. wählten die Mitglieder des Sächsischen Literaturrates e.V. auf ihrer jährlichen Versammlung im Leipziger Haus des Buches für zwei Jahre einen neuen Vorstand. Als Vorsitzende agiert künftig Jayne-Ann Igel (Dresden; Schriftstellerin). Als Stellvertretende Vorsitzende wurden Katharina Bendixen (Leipzig; Autorin, Übersetzerin, freie Journalistin) und Roman Israel (Leipzig; Schriftsteller) gewählt. Ihnen zur Seite stehen Odile Vassas (Dresden; u.a. wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Hygiene-Museum/Literaturveranstaltungen und Übersetzerin) und Jörn Dege (u.a. Geschäftsführer am Deutschen Literaturinstitut Leipzig).

Der Sächsische Literaturrat e.V. ist der Landesdachverband literarischer Vereine, Verbände und Institutionen. Als Informations- und Vernetzungszentrum in Sachen Literatur in und aus Sachsen sieht er sich der Vermittlung/Lobbyarbeit für die Literatur und das Lesen sowie der Förderung und Pflege der Literatur und des literarischen Lebens im Freistaat Sachsen verpflichtet.

http://www.saechsischer-literaturrat.de/

24/04/2019

Stipendium in Breslau 2019

Herzlichen Dank an die Kulturstiftung Sachsen für das mir zugesprochene Arbeitsstipendium am Edith-Stein-Haus. Im Mai und Juni werde ich mich in Breslau (Polen) aufhalten, um dort an meinem Romanprojekt zu arbeiten, die Stadt zu erkunden und mich von der polnischen Lebensart inspirieren zu lassen. Wer wissen will, was ich dort erlebe, kann mir z.B. auf INSTAGRAM folgen. Außerdem werde ich auf meinem Youtube-Kanal berichten.

6/03/2019

Neues Buch: Berlin – My bearded beast

Es ist vollbracht. Wir haben ein neues Buch fertiggestellt. Diesmal ausschließlich mit bissigen Texten und Illustrationen über Berlin.

Es geht natürlich um sehr gewichtige Dinge: Vegane Tütensuppenpartys auf der Spree. Hippe Flüssigwürze-Startups aus Neukölln. Wie sich Lecks in der städtischen Gasleitung ganz einfach und unkompliziert mit Kaugummi, Klebeband und dem kleinen Finger abdichten lassen. Warum die Hauptstädter Flüchtlinge aus Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg zunehmend skeptisch sehen. Wie ein Dönerladen mit freiem WLAN-Zugang das Auslaufmodell Coworking-Space retten könnte. Wie der Traumberuf Bartstylist Kreativen neuerdings als Karrieresprungbrett (da Arbeit am lebendigen Kunstwerk!) dient. Wie der Trend Stille Örtchen ohne Klodeckel per Dekret mit festen Schließzeiten zu versehen, sich sukzessive in die Herzen der Großstädter spielt. Und und und … Hier gibt es ein kleines Video zum Buch. Lest rein, verschenkt es, tut alles damit, was ihr wollt. Gibt’s am Büchertisch und im Onlineshop (Link unten)!

6 Geschichten von Roman Israel & 6 Illustrationen von Inga Israel
36 Seiten
Berlin 2019

Hier erhältlich:
https://ingaisrael.de/shop/berlin-my-bearded-beast/

9/01/2019

Neues Mitglied der Reformbühne Heim & Welt

Seit Januar 2019 bin ich Mitglied der Reformbühne Heim & Welt, die zu den traditionsreichsten Lesebühnen Berlins gehört. Regelmäßig lese ich dort zusammen mit den großartigen Kollegen Ahne, Jakob Hein, Falko Hennig, Heiko Werning und Jürgen Witte im Roten Salon an der Volksbühne. Schaut mal vorbei! Wir lesen jeden Sonntag ab 20 Uhr. Da ich viel unterwegs bin, werde ich aber nicht jeden Sonntag dabei sein können. Wann ich da bin, erfahrt ihr unter Termine auf dieser Seite.

Foto (c) Axel Voelker